Das Fagott und das Englischhorn

 

 

coranglaisbigA  contrabasson1
 bassonA

 Musiker

Agnès LAINE Englishhorn
Carole AGONIN Gilbert FACHINGER

Das Englishhorn ist ein Holzblasinstrument, das Alt-Instrument aus der Familie der Oboen, welches einen festen Platz im romantischen und modernen Sinfonieorchester hat. Im 19. Jahrhundert wurde das Instrument auch als Alt-Hoboe bzw. Altoboe bezeichnet.

Die Tonerzeugung geschieht durch ein Doppelrohrblatt. Das Instrument endet nicht in einem Trichter wie bei der Oboe, sondern hat einen birnenförmigen Schallbecher, auch „Liebesfuß" genannt. Dieser verleiht ihm in Kombination mit dem S-Bogen genannten, gebogenen Verbindungsstück zwischen Rohrblatt und Instrumentenkorpus, einen gedeckten, warmen, elegischeren und weniger schnarrenden Klang. Das Englischhorn ist in f, also um eine Quinte tiefer als die in c stehende Oboe gestimmt.

Die Bezeichnung „Englischhorn" rührt nicht daher, dass das Instrument etwa aus England stammt. Wahrscheinlichster Ursprung des Namens ist die französische Bezeichnung cor anglé (abgewinkeltes Horn), die sich zu cor anglais („englisches Horn") gewandelt hat; denkbar ist auch, dass sich der Name aus „Engels-Horn" entwickelte (Engel spielen auf sakralen Bildern Hörner, die an das Englischhorn erinnern). In Italien wird das Englischhorn als Corno inglese bezeichnet. Es ist eventuell eine Weiterentwicklung der abgewinkelten, von Johann Sebastian Bach verwendeten Oboe da caccia (Jagdoboe); dafür spricht die Tatsache, dass im Instrumentenmuseum Kopenhagen mehrere Englischhörner des Leipziger Instrumentenbauers der Bach-Zeit Johann Eichentopf gefunden wurden. Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass das Englischhorn wie die meisten der Oboeninstrumente zunächst in Frankreich und zwar als Weiterentwicklung der Altoboe in f, der sog. „taille de hautbois" entstanden ist. Heutige Englischhörner sind gerade gebaut, besitzen jedoch immer noch ein gebogenes Zwischenstück, den sogenannten S-Bogen, der die Verbindung zwischen Mundstück und Instrument bildet und enormen Einfluss auf Intonation und Klang hat.

Das Fagott ist ein Holzblasinstrument in der Tenor- und Basslage mit Doppelrohrblatt, dessen Name sich aus seiner mehrteiligen Bauart ableitet (ital. fagotto „Bündel", „Fagott").
Das Instrument ist ungefähr 1,35 m hoch, die gesamte Rohrlänge beträgt aber inklusive S-Bogen ca. 2,55 m, da sie aus zwei Röhren resultiert, die nebeneinander liegen: Im Stiefel, der aus diesem Grund auch „Doppelloch" genannt wird, verlaufen zwei parallele Bohrungen, die am unteren Teil durch ein U-förmiges Messingrohr miteinander verbunden sind. Auf der Querschnittsgrafik ist in blauer Farbe die Luftsäule in ihrer größten Ausdehnung, also beim Spielen des tiefsten Tones (Kontra-B), abgebildet: Sie beginnt beim Rohr, geht dann zum S-Bogen, geht über den Flügel in den einen Teil des Stiefels, beschreibt dort eine Haarnadelkurve, um dann über die andere Hälfte in die Bassstange zu laufen und im Schallstück zu enden.

Spielen oder nicht : unten links

tesBasson

Nous suivre Aller sur facebook 

  • Dernière modification : 12/11/2017.

© Union Musicale 2006 - 2017

Conception & Design Jean-François Patris Studio-Coléo.